Die Auferstehung nach dem Zweiten Weltkrieg

Erst mit Anfang der Sechziger Jahre wagt man sich im Lande selbst wieder an das sprudelnde Getränk. 1962 produziert Sebastian Stocker den ersten Brut, ein Jahr darauf stellt der Verband der Südtiroler Kellermeister im Rahmen seiner begrenzten Versuchsinitiativen einen Sekt aus Weißburgunder vor. 1965 schließlich kehrt der Südtiroler Sekt mit der Kellerei Kettmeir auch wieder auf den Markt und an die Bozner Weinkost zurück.

Zu verdanken ist das der Leidenschaft von Franco Kettmeir für den Sekt, welchen er gegen jede seinerzeit gängige wirtschaftliche Vernunft auf den Markt gebracht hat. Von Großvater Josef holte er sich wertvolle Tipps (dieser hatte in Montpellier gemeinsam mit dem Trentiner Sektpionier Giulio Ferrari studiert). Das Eis ist nun gebrochen und der Markt für die Renaissance bereit, welche sich definitiv in den Siebziger Jahren einstellt, wo die Südtiroler Sektproduktion in größerem Stil mit den heute noch maßgebenden Kellereien entsteht. 1990 kommt es zum Zusammenschluss der Südtiroler Produzenten zur Vereinigung der Südtiroler Sekterzeuger, die 1996 zudem Gründungsmitglied des „Istituto Talento Metodo Classico" ist, welches das Ziel hat, die Qualitätsproduktion aus Italien in der Welt zu schützen und zu förden.

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